Verdauungsprobleme? Probiotika für Hunde und Katzen

Ihr kennt das, der Hund hat dauernd Durchfall und Dünnpfiff, spuckt viel aus, riecht übel… Oder die Katze, die wegen Blasenproblemen oder Parasitenbefall vom Tierarzt Medikamente bekommen hat und nun ist das Katzenklo immer mit Spritzern „dekoriert“. Da können Probiotika für Hunde und Katzen helfen! Sie bringen die Verdauung wieder ins Gleichgewicht.

Was genau bedeutet probiotisch?

Unter „probiotisch“ werden lebende Mikroorganismen verstanden, welche gegen Krankheit behandelnd vorbeugen sollen. Die größten Vorteile der zusätzlichen Einnahme von probiotischen Substanzen sind die Förderung eines gesunden Verdauungstraktes und eines gesunden Immunsystems. Krankheiten oder Medikamente schwächen ein wichtiges Organ: den Darm. Mithilfe von probiotischen Mitteln kann einer Schädigung entgegengewirkt werden. Darum nennt man sie unter anderem auch freundlich gesunde Darmbakterien. Probiotische Substanzen können sowohl als Futtermittel, im Trinkwasser oder als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

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Ursprünge und Entdeckung der probiotischen Substanzen

Der Name stammt ursprünglich aus dem griechischen Wort „pro“ (fördern) und „biotisch“ (Leben) und setzte sich so zusammen. Umgekehrt bedeutet beispielsweise Antibiotika zusammengesetzt „Anti“ (gegen) und „Biotik“ (Leben) „Gegen das Leben“.
Das Entdecken von probiotischen Substanzen erfolgte Anfang des 20 Jahrhunderts.
Es wurde wahrgenommen, dass die ländlichen Bewohner Bulgariens trotz rauen Klimas und großer Armut ein sehr hohes Lebensalter erreichten. Dies wurde verbunden mit dem Konsum von Milch bei den Bauern. Es stellte sich heraus, dass das Mikrobiom des Darmes gute Bakterien durch den Verzehr von sauren Milchprodukten erhielt. Sehr viel Käse, Quark, Ayran und Joghurt wurde in ländlichen Gebieten Bulgariens regelmäßig verzehrt.
Die frische Milch wurde zu diversen fermentierten Milchspeisen verarbeitet, um sie haltbar zu machen. Bis heute sind diese Käse und Joghurt-Spezialitäten in der bulgarischen Küchen zu finden.
Ein „eigenes“ Milchsäure Bakterium, genannt „Lactobacillus bulgaricus“ hat seinen Ursprung in der bulgarischen Küche.
In der heutigen Zeit jedoch, enthält ein Großteil unserer Nahrung keine oder wenig Substanzen mehr, welche probiotisch sind. Das resultiert durch Kühlung und landwirtschaftliche Praktiken wie beispielsweise das Einweichen unserer Lebensmittel mit Chlor. Dafür wiederum enthalten viele Nahrungsmittel gefährliche Antibiotika, welche auch gute Bakterien in unseren Körpern vernichten.

Aufgaben und Nützlichkeit: Diese Bakterien sind probiotisch

Bakterien, die probiotisch sind, kleiden den Verdauungstrakt des Tieres aus und verleihen ihm die Fähigkeit, durch die Aufnahme diverser Nährstoffe den Körper zu unterstützen . So werden Infektionen bekämpft.
Der Körper enthält ungefähr die selbe Anzahl von Molekülen der Darmbakterien wie auch auch Zellen für den restlichen Körper. Klarer Fall, dass der Darm sehr wichtig für die allgemeine Gesundheit ist. Ca. 2.000 verschiedene Arten von Bakterien befinden sich allein schon in und auf der Haut eines Menschen und seinem Verdauungssystem. Probiotisch wirkende Bakterien übernehmen folgende Aufgaben und Funktionen:

  • Schutz vor Bakterien, Viren und Pilzen schützen
  • Unterstützung der Immunfunktion
  • Reduzierung von Entzündungen
  • Verdauung fördern
  • Barriere gegen Medikamente, Giftstoffe, Schwermetalle und Allergene
  • Produktion von Vitaminen
  • Unterstützung Mineralstoff-Aufnahme
  • Reduzierung Wachstum schädlicher Bakterien wie Salmonellen oder Escheria coli
  • Produktion von Enzymen, die schädliche Bakterien zerstören

Woher kommen Probiotika?

Probiotika sind im Organismus von Mensch und Tier von Geburt an vorhanden. Im Geburtskanal ist ein neugeborenes Kätzchen oder ein Welpe zum ersten Mal mit Bakterien seiner Umgebung in Kontakt. Daraus ergibt sich eine Kettenreaktion im Verdauungs-Trakt des Lebewesens, welches frisch zur Welt kam. Der Magen-Darm-Trakt produziert nun gute Bakterien. Wie ein kleiner Motor beginnt erstmals das eigene Immunsystem zu arbeiten. Es ist nun auf sich selbst gestellt, außerhalb des Mutterleibes.
Der Darm baut sich mithilfe von Nährstoffen und Vitaminen aus Muttermilch und anderem Essen langsam gesund auf. Die Wichtigkeit von gutartigen Darmbakterien ist gegeben. Trotzdem können Substanzen, welche probiotisch sind, eine Sache nicht: Ohne Nahrung leben: Sie brauchen Präbiotika!

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Warum brauchen Probiotika Präbiotika? Was bedeutet präbiotisch?

Unlösliche und unverdauliche Ballaststoffe können Präbiotika sein. Sie sind die Nahrung, die probiotische Substanzen benötigen. Dadurch können sie Probiotika erst ihre Wirkung entfalten, sich vermehren und Überleben. Oligosaccharide sind gute präbiotische Substanzen. Gegenüber den menschlichen Verdauungsenzymen, welche bei allen anderen Kohlenhydraten wirken, können sie bestehen und werden nicht bereits im Magen zerlegt. Sie sind resistent genug, um im Darm anzukommen. Ohne verdaut zu werden, kommen sie durch den oberen Teil des Gastrointestinaltrakt. Im unteren Dickdarm werden sie fermentiert. Aus ihnen werden kurzkettige Fettsäuren produziert, von denen sich dort lebende nützliche Mikrobioten ernähren können.

Ein unverdauliches Kohlenhydrat ist also präbiotisch. Dazu dient das Präbiotika als Nahrung für das Probiotika im Darm. Jene Kohlenhydrate, genannt Saccharide (Oligosaccharide) können sowohl synthetisiert aber auch aus natürlichen Quellen bestehen bleiben. Beispielsweise durch Spargel, Bambussprossen, Bananen, Pilze, Artischocken…
Präbiotisch sind unter anderem auch diverse Pilze, Heilpilze, Lauch, Linsen, Senf, Honig, Löwenzahn… Weitere Präbiotika: Roggen, Sojabohnen, Zuckerrüben, Zuckerrohrsaft, Inulin. Präbiotisch sind zudem auch noch Wurzelknollen wie Topinambur, Möhren oder die nahrhafte Süßkartoffel. Noch immer läuft die Forschung der gesundheitlichen Vorteile auf diesem Gebiet.

Was sind Synbiotika?

Weniger aktiv und effektiv werden Probiotika ohne präbiotische Zufuhr. Außerdem können sie so absterben. Jedoch werden gut genährte Probiotika wachsen und neue Bestände von guten und positiven Bakterien zur Vermehrung anstiften. Sind viele gute Bakterien vorhanden, werden diese eventuell eindringende schädliche Bakterien schon sehr bald verdrängt haben.
Die Kombination aus Probiotika und Präbiotika erzeugt zusammen eine synergetische Wirkung. Diese nennt sich Synbiotika. Allerdings ist es Tatsache, dass viele probiotische Nahrungsergänzungsmittel zwar probiotische Bakterien haben, aber keine präbiotische Nahrung. Also muss ein zusätzliches Präbiotika gefüttert werden, wie beispielsweise die oben genannten pflanzlichen Ballaststoffe. Ansonsten wird ein Großteil nützlicher Bakterien wirkungslos wieder ausgeschieden. Sie brauchen das Präbiotika als Nahrung im Darmtrakt.

Daher sollte ein Probiotikum ausgewählt werden, welches mindestens ein Präbiotika enthält. Fertige Kapseln mit der richtigen Dosierung oder Chews enthalten eine optimale und korrekte Zusammensetzung im Verhältnis von Bakterien und Nahrung für die Mikroorganismen.

Warum Probiotika auch für Hunde und Katzen?

Hatte Ihr Hund oder Ihre Katze jemals eine Behandlung mit Antibiotika oder Parasitenbefall? Dann können Probiotika eine sehr bedeutende Ergänzung zur Ernährung Ihres Lieblings sein. Die Gesundheit kann aber auch vorbeugend mit probiotischen Mitteln gestärkt werden. Verdauungsprobleme, Allergien oder andere gesundheitliche Einschränkungen können mit einer kleinen, regelmäßigen Dosis deutsch verbessert werden. Ebenso unterstützen wichtige Mineralien wie MSM die Verdauung.

Probiotika mit Präbiotika sind die perfekte Ergänzung der Gesundheit für Mensch und Tier!

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